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Angesichts der weltpolitischen Ereignisse und Entwicklungen
scheint es dringend geboten, die Entscheidungsgrundlagen der westlichen
Politik zu überprüfen und insbesondere mit der US-Amerikanischen
Regierung abzustimmen. Die Energiefrage spielt in diesem Zusammenhang
eine immer beunruhigendere vorrangige Rolle.
Die Bush-Regierung geht völlig zutreffend von
einem wachsenden Energiebedarf der Menschheit aus und davon, dass
die konventionellen Energiereserven der Erde über kurz oder
lang zu Ende gehen. Andererseits aber geht die Bush-Regierung -
wie wir meinen, unzutreffenderweise - davon aus, dass die erneuerbaren
Energien aus Sonne, Wind, Wasserkraft und Biomasse niemals den Weltenergiebedarf
zu einem nennenswerten Anteil werden decken können.
Wer von diesem "Wissensstand" ausgeht, dass es zu den
konventionellen Energien keine Alternative gibt, sieht zwangsläufig
ohne jede Hoffnung dem unvermeidlichen Zusammenbruch der technischen
Zivilisation entgegen. Gerade eine hoch technisierte Nation kann
dies leicht als eine Katastrophe ansehen, zu deren Abwehr jedes
Mittel erlaubt zu sein scheint.
Wer das Wohlergehen der eigenen Bevölkerung als vorrangig
gegenüber anderen Völkern ansieht, der kann (muss?) dann
den Schwerpunkt seiner politischen Anstrengungen auf das Ziel richten,
die Energieversorgung wenigstens für sein Land so lange wie
möglich zu sichern, selbst wenn dies zu Kriegen oder zur Klimakatastrophe
führt. So verfährt denn auch die Bush-Administration.
Ihre Sabotage an den Klimakonferenzen ist ein deutlicher Beleg.
100% erneuerbare Energien sind möglich
Das Tragische an dieser Situation ist, dass die Eingangsvoraussetzung
falsch ist! Die ganze Tragik wird erst deutlich wenn man von der
- uns inzwischen selbstverständlichen - Erkenntnis ausgeht,
dass die Erneuerbaren Energien zu 100% die Nachfolge der konventionellen
Energien antreten können.
Wenn man davon ausgeht, dass man den Energiebedarf der ganzen Menschheit
in absehbarer Zeit und zu erträglichen Kosten aus den Erneuerbaren
Energien decken kann, dann verschieben sich die Prioritäten
des politischen Handelns! Müsste dann nicht alles daran gesetzt
werden, die Energiegewinnung aus den erneuerbaren Energien zur Marktreife
zu führen und sich auf diese Weise aus der Abhängigkeit
von den Erdöl- und Kohlereserven zu befreien? Wäre die
Sicherung der Energieversorgung im fernen Ausland dann überhaupt
noch notwendig? Könnten die Emissionen von Kohlendioxid dann
nicht ohne Einbuße des Wohlstandes fast auf Null gesenkt werden?
Dieses Gedankenspiel demonstriert, wie wichtig die Frage ist, ob
eine 100% Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien möglich
ist oder nicht. Es zeigt auch die ungeheure Verantwortung auf, die
derjenige - vielfach unwissentlich - übernimmt, der diese Frage
verneint.
Wir sehen es deshalb als eine der wichtigsten Aufgaben aller Organisationen
an, die sich mit erneuerbaren Energien befassen, dass sie das Wissen
über die Möglichkeit einer 100% Energieversorgung mit
allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln in die Öffentlichkeit
bringen. Dies ist inzwischen eine Frage von Krieg oder Frieden!
Der Solarenergie-Förderverein bittet um Anregungen
und Vorschläge,wie das Theam noch besser in das öffentliche
Bewußtsein gebracht werden könnte, per E-Mail an zentrale@sfv.de.
Die Anstöße und Kommentare sollen in den kommenden Wochen
veröffentlicht werden. Weitere Informationen zur 100%-Frage
unter http://www.sfv.de/lokal/mails/erneu100htm.
Wolf v. Fabeck
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